Weitgehend weiße Weiten
By Abalathes | March 11, 2010
Selbst ganz im Norden ist die Landschaft nicht immer verschneit und dann kommen rasch die trostlosen Wunden zum Vorschein, die möglicherweise durch intensiven Tagebau hervorgerufen sind. Ich mag trostlose Landschaften und die fröhlichste Umgebung, an der ich mich erfreuen kann sind endlose Eiswüsten. Insofern ist der Norden nicht nur schön, sondern auch abwechslungsreich.
Zumindest deutlich abwechslungsreicher als die einzigen Feinde in dieser Region: Nordmänner, die von irgendwoher über das Meer fahren, um hier an beinahe jeder vorhandenen Küste anzulanden. Vermutlich werde ich einmal herausfinden müssen, wo deren Heimatgebiete eigentlich liegen, um dann einen großen Zaun herum zu ziehen. Doch in der Zwischenzeit belasse ich es dabei, die Symptome zu bekämpfen und den Seehunden vor Ort etwas unter die Arme zu greifen (ein denkbar schlechtes Bild, muss ich später mal überarbeiten). Also erledige ich hier eine Handvoll kleinere Aufträge, die ich gar nicht alle aufführen will, da sie mir gar zu unwichtig erscheinen und mache mich wieder auf den Weg, nachdem ich den Anführer der Nordmänner in ein seltsames Reich geschickt habe, das er mit seinem Tod benannt hat: “Walhalle, ich komme”. Naja, klingt nicht so als wäre da noch viel Platz für ihn.
Wieder etwas weiter im Landesinneren gibt es zwar keine anlandenden Schiffe mehr. Doch große Aufgaben, die des Meisters würdig sind, vermag ich auch dort nicht zu finden. Zunächst erregt ein merkwürdiges Gebäude meine Aufmerksamkeit, doch bei näherer Betrachtung stellt sich die erhoffte Bedrohung als rein äußerlich heraus. Die Gebäude im Inneren sind weitgehend verlassen.
Als einzige Aufgabe weit und breit stellt sich mir die Jagd auf einige sogenannte Magnatauren. Was allerdings auch nicht wirklich besonders aufregend ist. Da es hier ganz offensichtlich nicht für mich zu tun gibt, reite ich weiter dem Mond und der Einsamkeit entgegen. Ich fühle mich erfrischend depressiv und absolut überflüssig in dieser Region. Ist das mein Schicksal? Sollte ich bereits alles erreicht haben? Nein, sicherlich wird es anderswo noch wertvollere Aufgaben für mich geben.
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Nordmänner an der Südküste
By Abalathes | March 1, 2010
Im Osten der Kriegshymnenfeste mache ich mich auf die Suche nach einem gewissen Karuk. Ich kann mir ja nicht helfen, aber es ist in diesem Fall kein Wunder, dass ihn bislang noch niemand gefunden hat, denn Karuk sieht aus wie ein Walross. Wenn Kühe und manche Hunde sprechen können, warum dann nicht auch Walrosse. Nur mit dem Ver-sprechen sollten sie besser etwas vorsichtiger sein. Trotzdem tue ich ihm diesmal ausnahmsweise den Gefallen, seinen Schwur einzulösen und töte sechs Räuber der Skaldir und fünf Langbootmänner und sogleich noch ein paar Dutzend ungezählte mehr, denn ich finde, diese Nordmänner haben hier an meiner Küste rein gar nichts zu suchen. Im Gegenteil stören sie mich dann auch noch bei der Arbeit und haben Gamel den Grausamen so verschreckt, dass sich dieser in einer kleinen Höhle versteckt hält. Ich muss also erst umständlich nach ihm suchen, wobei ich gleich ein weiteres Dutzend Nordmänner um die Ecke bringe. Gamel sieht eigentlich recht manierlich und harmlos aus, eher so der Typ Schwiegersohn, aber auf keinen Fall grausam. Doch nachdem ich ihn besiegt habe, ist dieses Detail eigentlich auch nicht mehr so wichtig.
Eine andere Art Schwur muss ich dann für Veejah erledigen. Diese ist so eine Art Meerjungfrau oder Sirene; auf jeden Fall neigt sie dazu, mitten im Satz laut zu wimmern und in den höchsten Tönen zu schreien. Als richtige Meerbewohnerin benötigt sie natürlich einen Dreizack und natürlich ist der auf einer Insel auf der anderen Wasserseite.
Ich bekomme zwar einen Trank, der mich schneller schwimmen läßt. Dennoch dauert die Reise eine gefühlte Ewigkeit, so dass die Wirkung schon fast verflogen ist, als ich auf der anderen Seite ankomme. Anscheinend hat sie die Wirkdauer auf Ihre Schwimmgeschwindigkeit ausgelegt. Neben Nicht-Kämpfen kann sie also immerhin eins: Nicht-Rechnen. Achja, und schrill herumschreien.
Die Eroberung des Dreizacks aus einer alten Tempelanlage ist dagegen fast Urlaub, allerdings dauert alleine das Steigen der Stufen so lange, dass die Wirkung des Schwimmtranks nun endgültig abgelaufen ist. Es wird also ein langer eisiger Rückweg.
Ich habe einen sooo großen Fisch gefangen
(Screenshot aus “World of Warcraft”
von Blizzard Entertainment)
Insofern bin ich stimmungsmäßig in etwa so enthusiastisch wie das Eiswasser, das ich gerade durchschwommen habe, als ich erfahre, dass ich beinahe wieder an den gleichen Ort zurückkehren soll, um irgendein Meeresungeheuer mit dem Dreizack umzubringen. Ich schwimme also mit Dreizack zurück. Einen neuen Schwimmtrank habe ich natürlich auch nicht bekommen. Wenigstens ist das Seeungeheuer schön groß und furchteinflössend. Dass es nach dem ersten Stich mit dem Dreizack beinahe halbtod ist und ich mich kaum anstrengen muss, ihm dann noch den Rest zu geben, brauche ich ja niemanden zu erzählen.
Auch der Weg zurück im Eiswasser und im Mondenschein, könnte bestimmt den einen oder anderen Romantiker verzücken. Natürlich bin ich keiner, der diesen nutzlosen Stimmungen anhängt, aber ein kurzes Bild habe ich sicherheitshalber doch behalten.
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Metaebene: Seifenblasen
By Metaebene | February 28, 2010
Vorgestern schon habe ich ein merkwürdiges Paket erhalten. Es paßte kaum durch den Briefschlitz. Ich habe es nicht bestellt und es war eigentlich gar nicht an mich, sondern eher an Abalathes. Ich habe es trotzdem geöffnet und es enthielt eine Dose für Seifenblasen und einen Brief. Das mit den Seifenblasen war natürlich super; ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Seifenblasen gemacht habe. So hatte ich mittlerweile die grundlegenden Nachteile von Seifenblasen in der Wohnung vergessen und bin erst wieder zur Vernunft gekommen, als alle Möbelstücke im Umkreis mit kreisrunden feuchten Flecken überzogen waren und der Kaffee anfing, seifig zu schmecken. Tatsächlich stammte der Brief von einer PR-Agentur, die mich auf die Web-Dokumentation “Bubble Universe II” aufmerksam machte. Das war eine ganz persönliche Information, ohne die Aufforderung, dazu etwas zu schreiben. Aber meiner Meinung nach ist es häufig so, dass Spenden und Geschenke tendenziell verpflichten und ich will mein Verhältnis zur Werbeindustrie ja nicht gleich zu Beginn trüben, schließlich brauche ich noch einen Toaster und ein Waffeleisen.
Heute bin ich darum dazu gekommen, mal einen kurzen Blick in die Dokumentation zu werfen und es handelt sich um eine Dokumentation über E-Sport. Die Szene und einige Spieler werden dort persönlich vorgestellt. Weil ich früher ein regelmäßiger Zuschauer von Giga-TV gewesen bin, kann ich mir so etwas zum Zeitvertreib immer mal gerne anschauen.
Da ich die Geschichten von Abalathes nun seit etwa 2 1/2 Jahren schreibe, bis ich dieses Paket erhalten habe, wird es wohl eine Weile dauern, bis ich das nächste bekomme. Zumal ich mir auch dann erlaube, meine eigene Meinung dazuzugeben. Auf den ersten Blick erscheint mir diese Webdokumention durchaus interessant gemacht, doch ohne Brief hätte ich niemals darüber berichtet. Was mich hauptsächlich dazu bewogen hat, diesen Artikel zu schreiben, ist daher auch die unerwartete Erfahrung, dass ich postalisch angeschrieben werde und sogar mit Werbegeschenken bedacht werde. Ich muss zugeben, dass es mir irgendwie geschmeichelt und mich gefreut hat, plötzlich anscheinend als Multiplikator angesehen zu werden und Geschenke sind ja auch immer irgendwie nett. Allerdings habe ich die Befürchtung, mich gleich wieder als guter Multiplikator disqualifiziert zu haben, wenn ich auch die Hintergründe berichte.
Ich würde daher gerne einmal wissen, was Eure Erfahrungen sind. Die zweite Frage ist so formuliert, dass sie auch beantwortet werden kann, wenn man keine eigene Webseite betreibt:
1) Habt Ihr schon einmal unaufgefordert Informationen oder Geschenke von Firmen oder Werbeagenturen bekommen?
2) Wenn Ihr welche bekommen würdet, wie und unter welchen Voraussetzungen würdet Ihr sie veröffentlichen?
Hier sind meine eigenen Antworten:
1) Ich habe zuvor bereits ein paar Veranstaltungshinweise veröffentlicht. Allerdings handelt es sich dabei auch um ein Veranstaltungsportal.
2) PR-Meldungen würde ich nach den gleichen Gesichtspunkten wie alle anderen Meldungen auch veröffentlichen, nämlich danach, ob die Meldung meiner Meinung nach nützlich und passend ist oder nicht. Im konkreten Fall halte ich die Meldung/Webseite zwar schon für hilfreich, im Wesentlichen habe ich sie allerdings als Aufhänger für diesen Artikel genommen. Insbesondere finde ich wichtig, deutlich zu machen, dass es eine PR-Meldung als Grundlage gab und herauszustellen, was eigene Meinung ist und was Teil der Meldung ist. Andernfalls wird die Meldung unglaubwürdig und wird eher negative Folgen für die Glaubwürdigkeit des Autors als auch des Produkts haben. Ich glaube schon, dass Geschenke oder andere Vorteile die Meinung eines Autors unbewusst positiv beeinflussen können, und insofern sollte er auch darauf hinweisen, welche bekommen zu haben.
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Verblichener Ruhm
By Abalathes | February 26, 2010
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Mondfestplatz
(Screenshot aus “World of Warcraft”
von Blizzard Entertainment)
In den Hauptstädten treiben sich wieder einmal die Herolde umher, die alle Bürger auffordern, sich auf die Suche nach den Urahnen zu machen, um sie zu preisen und zu ehren. Dabei stellt sich natürlich gleich schon die Frage, weshalb man jemanden ehren soll, der sich entschlossen hat dauerhaft im Reich der Toten zu verweilen, um sich dort ein angenehmes Leben zu machen. Jemanden, der sich einzig einmal im Jahr bequemt, von dort zu erscheinen, um sich ehren zu lassen. Und es ist nicht etwa so, dass sich die Urahnen aufmachen würden in die Hauptstadt, wo ihnen die Bürger problemlos im Vorbeireiten ein pflichtschuldiges Dankeschön zuwerfen könnten. Nein, die Urahnen haben sich ihre Gebiete auf der ganzen Welt abgesteckt und erwarten allen Ernstes, dass man in die entlegensten Ecken und in die Verliese reist, um ihnen zu huldigen. Warum das Mondfest nicht Pilgerfest heißt, muss mir erst mal einer erklären.
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Urahne in Stratholm
(Screenshot aus “World of Warcraft”
von Blizzard Entertainment)
Als Herrscher habe ich es mir dennoch nicht nehmen lassen, einen guten Eindruck bei den religiösen Traditionalisten zu hinterlassen und wenigstens einige dieser Urahnen aufgesucht. Als Dank habe ich dafür jeweils eine Münze erhalten, für die ich eine reichhaltige Belohnung erwarten könnte. Doch als ich dann schließlich wieder zur Mondlichtung reise, was bekomme ich da für meine Münzen? Einen Hosenanzug!!! Wahlweise auch ein festliches Kleid! Wenigstens gibt es noch ein absolut sinnbefreites Feuerwerk mit weißen(!) Raketen zu kaufe. Als ob es nicht schon genügend Feuerwerk in den Hauptstädten gegeben hätten.
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Ein böses Omen befeuert
(Screenshot aus “World of Warcraft”
von Blizzard Entertainment)
Als ich mich dann aber aufmache, um das Feuerwerk sinnvoll zu nutzen, um das böse Omen der Mondlichtung herauszufordern und zu vernichten, reicht die Menge Feuerwerk natürlich bei Weitem nicht aus. Ich muss erst säckeweise Feuerwerk aus der Hauptstadt selbst abholen. Wobei die Mondlichteinladung selbst für mich nur für einen einzigen Besuch berechtigt. Weshalb ich unnütz reisen muss bis ich endlich genügend Feuerwerk vor Ort habe. Als ich dann das Omen endlich beschwört habe (die mitgebrachten Raketen musste ich selber in die Luft werfen, weil die Abschussvorrichtung nur für Raketenbündel funktioniert) sehe ich seit langem mal wieder eine Kreatur der Stufe “?”, die auch noch eine Elitekreatur ist. So schnell wie dort bin ich schon lange nicht mehr gestorben. Wo waren denn da die zahllosen Urahnen, wenn man mal ihre Hilfe braucht? Weit und breit nichts von ihnen zu sehen. Respekt für die Urahnen ist also völlig unangebracht und es wundert mich kaum, dass das Mondfest allgemein derart unbeliebt ist:
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Blutsporen finde ich zum Kotzen
By Abalathes | February 24, 2010
Einige wichtige Dinge haben mich wieder viel zu lange vom Arbeiten abgehalten. Doch endlich komme ich mal wieder dazu, mich der Kunde von den wundersamen Blutsporen zu widmen. Die bislang unerforschten Pflanzensporen und die Pollen der sogenannten Blutmotten, die den ganzen Tag nichts anderes als Blutsporen fressen, sollen geradezu verheerende Wirkung auf den Organismus haben. Deshalb könnten sie sich hervorragend für eine freundliche Lieferung an die Allianzhauptstädte eignen.
Unterwegs zu dem viel versprechenden Ort habe ich noch eine ganz andere Lieferung für die Allianz, nämlich einen Deserteur. Da Kriegsgefangene teuer im Unterhalt sind, müssen sie regelmäßig ausgetauscht oder umgebracht werden. In diesem Fall ausgetauscht. Unterwegs frage ich den Gefangenen nach seinen Beweggründen, schließlich ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Allianzler von ihrer fehlgeleiteten Fraktion lossagen, um sich dem Meister und seiner Sache anzuschließen. Dieser allerdings ist eine Enttäuschung und hat lediglich aus Feigheit kapituliert.
Allerdings vermisse ich ihn doch ein wenig als es darum geht, die Wirksamkeit der Blutsporen zu testen. Um mir einen fundierten Eindruck zu verschaffen, koste ich die Probe kurzerhand selber, was direkt zu leichten Übelkeitsanfällen führt. Vielleicht kann man die Pollen ja tatsächlich sinnvoll verwenden.
Während ich die weitere Produktion von abgepackten Pollen in die Wege leite, nehme ich bereits einen kleinen Beutel Pollen mit zerdrückten Blutsporen mit auf die Jagd auf Gammutra. Eigentlich kann man von Jagd nicht wirklich reden, denn der Feigling versteckt sich am hintersten Ende eines langen spiralförmigen Niedergangs. Viel mehr als der Kampf gegen den Bösewicht setzt meinem immer noch angeschlagenen Magen der kreisförmige Weg dorthin zu. Am Ende beruhigt sich mein Magen aber wieder und ich bin wieder wohlauf, als ich Garrosh Höllschrei den Kopf des enthaupteten Peinigers liefere.
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Des Meisters Kleider oder: Haustiere sind auch keine Lösung
By Abalathes | February 20, 2010
Anscheinend ist es ein üblicher Zeitvertreib, über den Erwerb von Kleidungsstücken oder gar von Haustieren zu berichten. Ich habe das bislang nicht weiter beachtet, doch gibt es bereits Beschwerden über ausufernde Berichte von dererlei Unsinn. Völlig zurecht. Denn Haustiere sind komplett unnütz und außer der Tatsache, dass sie ihren Besitzern völlig uninspiriert folgen, haben sie keinerlei Fähigkeiten. Für manche mag es bereits eine besondere Erfahrung sein, dass ihnen überhaupt jemand folgt, aber für einen richtigen Helden kann das nicht ausreichend sein.
Mein erstes Haustier war, soweit ich mich erinnere, ein Papagei, den ich bei einem zwielichtigen Händler in der Beutebucht erworben habe. Ich war überglücklich, endlich einen Beobachter zu haben, der für mich die Gegend ausspähen könnte. Der Botengänge in die Hauptstädte übernehmen könnte und meinen Dämonen in dem ein oder anderen Kampf etwas Arbeit abnehmen würde. Doch nichts von alledem hat sich bewahrheitet. Mit den Dämonen haben die Haustiere nur gemeinsam, dass sie sich beleidigt aus dem Staub machen, sobald man einen neuen Begleiter ruft. Alleine der Raketenroboter, den mir Altvater Winter geschenkt hat, schien meine Erwartungen auf den ersten Blick zu erfüllen, als er die anderen Raketenbots mit gut gezielten Salven zu Altmetall verwandelte. Doch wollte er diese Raketen nie gegen andere Gegner schießen. Dennoch habe ich insgeheim die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Jedes neue Haustier betrachte ich mir ganz genau und gebe ihm eine Chance, seine besonderen Fähigkeiten zu beweisen. Und, wenn es soweit ist und ich endlich ein solches Haustier gefunden habe, dann werde ich ausführlich darüber berichten. Ansonsten ist es lediglich Tratsch und Klatsch.
Auch der Kleidung wird viel zuviel Bedeutung beigemessen. Viele tragen unbequeme schwere Metallrüstungen, weil sie glauben, dadurch im Kampf besser gerüstet zu sein oder sogar gefährlicher zu wirken. Doch wie gefährlich wirkt wohl jemand, der sich bewegungsunfähig in einer Metallhaut versteckt? Nein, eine einfache Stoffrüstung ist immer noch die bequemste Kleidung, die man finden kann. Doch die meisten beginnen, die Entscheidung für die richtige Kleidung unnötig zu einer Geheimwissenschaft auszubauen. Dass Aussehen komplett unwichtig ist, haben bereits etliche nicht verstanden. Doch beinahe jeder dieser Kleiderfetichisten ist sich einig darüber, dass es die Kleider sind, die Helden machen. Diese geben zwar tatsächlich zusätzliche Bonuswerte, doch niemand kann wohl ernsthaft annehmen, dass es die Kleidung ist, die die Macht eines wahren Helden bestimmt. Ich zum Beispiel bevorzuge einfache Klediungsstücke, die nicht viel Gold kosten. Schließlich gehen sie ohnehin immer kaputt und müssen dann teuer repariert werden. Obwohl ich zugeben muss, dass ich manchmal Kleidungsstücke einer bestimmten Marke bevorzuge, insbesondere wenn sie vorgibt sich auf Ausstattung von Hexenmeistern zu spezialisieren. So träge ich schon seit längerem die “Eierwärmerdecke des Totenbeschwörers” und bin doch recht zufrieden damit. Im Allgemeinen bemisst sich der Wert eines Kleidungsstücks jedoch einzig daraus, wieviele magische Substanzen man bei seiner Entzauberung gewinnt.
Wer also seine Zeit damit verschwendet, dauernd über Kleidung und Haustiere zu schreiben, ist in etwa so unterhaltsam wie das Handbuch über Kristallpylone und schreibt für zahnlose alte Kräuterfrauen, die einsam zu Hause sitzen und dankbar sind, über jede noch so unwichtige Nachricht.
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Eure Liebe stinkt
By Abalathes | February 9, 2010
Während meiner Abwesenheit hat wieder einmal das widerliche Liebesfest Einzug in Orgrimmar gehalten. Ein kleiner häßlicher Stand bietet unnütze Geschenke und Duftwasser an. Es gibt sogar einen PR-Agenten der Manufaktur Krone, der Duftwasserproben verschenkt, die man dann weiter verteilen soll. Was hat sich Thrall eigentlich dabei gedacht, diese Veranstaltung zu genehmigen? Ich statte ihm sogleich mal einen Besuch ab und bringe ihm zur Strafe einen “Hübschen Glücksbringerarmreif” mit, den er nun das ganze Jahr tragen muss.
Die ganze Stadt stinkt und ganz offensichtlich liegt das nicht unwesentlich an den Panschern der Manufaktur Krone. Dieser Gestank vernebelt die Sinne und führt dazu, dass sich Betrüger diese ganze Gefühlsduselei zunutze machen. Doch ich bleibe der Sache auf der Spur und erhalte von einem gewissen Flenni wichtige Dokumente, die hoffentlich bald das Ende der Manufaktur Krone besiegeln werden.
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wer dafür verantwortlich ist, dass überall diese komischen Flatterelfen herum fliegen. Einer von Ihnen hat es sogar auf mich abgesehen und folgt mir ständig überall hin. Ich versuche, ihn zu erschlagen, zu verfluchen und zu verbrennen, doch nichts hilft. Was für eine lästige Plage.
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Panzer fahren
By Abalathes | February 8, 2010
Endlich sind die Panzer repariert und in langer Reihe stehen sie vor mir, einer so schön wie der andere. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welchen ich nehmen soll und nehme daher schließlich gleich den ersten. Leider ist Ikziltom nicht intelligent genug, auch einen Panzer zu fahren und fährt lieber bei mir als Zusatzballast mit. Schade, das wäre immerhin ein Spass gewesen, die bösen Feinde mit zwei Panzern über das Schlachtfeld zu jagen. Hoffentlich erschrecken sich die eigenen Soldaten, die ich retten soll, nicht, wenn sie im Laderaum eine Teufelswache angrinst. Vermutlich wird es etwas eng werden, also werde ich nicht sparsam mit der Munition sein. Gut, dass ich nicht den brennenden Wichtel neben der Munition sitzen habe.
Gleich zu Beginn treffe ich einige verstreute eigene Truppen, die ich sogleich einlade. Danach probiere ich erst mal alle Waffen aus. Allerdings machen die meisten viel zu wenig Schaden und verbrauchen nur unnötig Energie. Als effektiv erweisen sich die Minen. Dazu brauche ich lediglich einmal durch die Gegnerscharen hindurch zu fahren, um sie auf mich aufmerksam zu machen. Erstaunlich, wie dicht ich dazu vorbeifahren muss, damit sie auf ein 2000kg-Gefährt aufmerksam werden, das mehr Krach macht als die Schmiedewerkstatt in der Kriegshymnenfeste. Aber wenn sich dann alle brav um den Panzer versammelt haben, kann ich einfach ein paar Minen benutzen und habe dann für einen ganz kurzen Moment ihre volle Aufmerksamkeit.
Insgesamt ist das Panzerfahren ein heiteres Vergnügen für einen Hexenmeister. Wie zu erwarten gibt es genügend Stauraum für weitere Mitfahrer. Ärgerlich sind nur die relativ geringe Geschwindigkeit und mangelnde Flugfähigkeit. Letztere verhindert auch, dass ich die Böschung hochfahren kann, um einen der Panzer mit nach Hause zu nehmen. So muss ich den Panzer nach getaner Arbeit leider wieder abgeben, aber ich denke ich werde mir auch ein eigenens Exemplar bestellen. Vielleicht gibt es ja sogar ein Schnittmuster für Bomben-Teppiche?
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